Mundgeruch:

Mundgeruch: Ursachen und Behandlung

Was ist Mundgeruch und wie entsteht er?

Der Fachbegriff für "schlechten Atem", wie der Mundgeruch auch genannt
wird, ist Halitosis.

Um es gleich vorwegzunehmen, 85% aller Ursachen für Mundgeruch =
Halitosis sind allein durch den Mundinnenraum bedingt, 4% sind bedingt durch
Hals-Nasen-Ohren Probleme, 4% durch eine Kombination aus Hals-Nasen-
Ohren-Mund und nur 1% hängen mit dem Magen zusammen.

Bei den Problemen aus dem Mundinnenraum handelt es sich bei 51% um
Zungenprobleme, 32% Zahnfleischprobleme und 17% um Kombinationen der
beiden.


Was ist nun die Ursache für die Halitosis?

Es sind Gase, die den Mundgeruch erzeugen, und zwar vor allem VSC-Gase,
flüchtige Schwefelverbindungen.

Diese Gase entstehen durch Spaltung von Eiweißen aus der Nahrung und aus
Körpersubstanzen (z.B. Speichel und Zellbestandteile). Die Spaltung erfolgt
durch Enzyme, die von Mundbakterien erzeugt werden.

Die Bakterien, die für die Schwefelverbindungen verantwortlich sind, sind zu
einem großen Teil isoliert worden und es lässt sich kein bestimmtes Bakterium
finden, welches der Hauptverursacher ist. Damit gibt es auch keine bestimmte,
auf dieses Bakterium abgestellte Behandlung.

Bei den Patienten, die unter Mundgeruch leiden, hat allerdings eine
Verschiebung der normalen Mundhöhlenflora zu mehr einweißspaltenden, unter
Sauerstoffabschluss lebenden Keimen stattgefunden. Genau diese Verschiebung
findet man auch häufig bei den Patienten, die an einer Zahnfleischerkrankung
leiden.

Es muss auch deutlich gesagt werden, dass schlechter Geschmack und Halitosis
nichts miteinander zu tun haben. Es sind zwei völlig verschiedene Dinge.


Wie behandelt man nun schlechten Atem?

Zuerst einmal ist eine genaue Anamnese notwendig: Von Interesse sind dabei
medizinische Vorgeschichten und auch Lebensgewohnheiten (z.B.
Ernährungsverhalten und private und berufliche Belastungen); Kaffee und
Alkohol sind ein großer Risikofaktor für Halitosis.

Nach der Untersuchung wird eine Geruchsprobe genommen, am einfachsten mit
einem speziell dafür geeichten Gerät, das die Schwefelverbindungen im Atem
misst.

Aber auch die Untersuchung mit der Nase des Arztes ist wichtig, um zu
unterscheiden, woher stammt der Mundgeruch:
-aus dem eigentlichen Mundinneren oder dem Hals-Nasen-Ohren-Bereich.

Danach ist es in den meisten Fällen möglich, dem Patienten zu sagen, ob und wie wir
in der Zahnarztpraxis helfen können oder nicht.

Die Kenntnis dieser Gesamtzusammenhänge ermöglicht es, ein individuelles
Therapiekonzept zu erarbeiten, durch das nicht nur die Symptome sondern vor
allem auch die Ursache des Mundgeruchs wirksam bekämpft werden kann.

Es kann wie überall in der Medizin zwar keine Garantie für den Erfolg
übernommen werden, aber wenn es sich um ein Mundinnenraumproblem
handelt, werden Kontrollmessungen zeigen, dass in den meisten Fällen der
Mundgeruch zu beseitigen ist.

Wenn Sie mit uns darüber sprechen möchten, fragen Sie den Zahnarzt oder die
Prophylaxefachkräfte.

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